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Inneres Kind

Manchmal, wenn ich über mich nachdenke - über meine Person, meinen Charakter, meine Fehler, meine Handlungen - frage ich mich, wie es andere eigentlich mit mir aushalten. Ich habe nichts vorzuweisen, nichts erreicht, innerlich und äußerlich einfach kaputt. Voller Selbstzweifel und ohne Selbstvertrauen. All meine Erfahrungen und Erlebnisse haben mich geprägt und heute stehe ich da, innerlich wie ein kleines verletztes Kind, und außen nur eine dünne Schale, die sofort zerbricht, wenn ein vertrauter Mensch daran kratzt.
Ich kann nicht ungeschehen machen, dass ich so bin. Ich kann nur an mir arbeiten. Das ist nur sehr schwer, wenn man immer wieder das gleiche erfährt. Wenn man von Menschen zurückgewiesen wird, ohne zu wissen, warum.
Viele Menschen glauben, weil ich so still bin und meist nur im Hintergrund stehe, dass ich kein guter Mensch sein kann. Dass ich nicht für Spaß oder Ernst ausreiche. Dass ich komisch bin, weil ich nicht jedem gleich meine Welt anvertraue. Viele urteilen über mich, obwohl sie mich noch gar nicht kennen gelernt haben. Und die, die mich kennen, nutzen gern meine Verletzlichkeit, um sich größer zu machen und mich kleiner. Um ihr Unrecht als Recht darzustellen und meine Unschuld als Schuld. Und um nicht noch mehr Menschen zu verlieren, lasse ich es zu. Obwohl ich genau weiß, dass es falsch ist. Aber wegen solcher Sachen sind schon so viele Menschen gegangen.. Kann ich es mir immer und immer wieder erlauben, verletzt zu werden? Nein, mein kleines verletztes Kind lässt das nicht zu.

Vor kurzem habe ich ein sehr spannendes Buch gelesen - "Das Kind in dir muss Heimat finden". Es handelt davon, dass das sein inneres Kind von all den Erlebnissen geprägt ist, die uns in der Kindheit widerfahren sind. Und dass es bei vielen negativen Erfahrungen sehr lange verletzt sein kann. Diese Verletzlchkeit, diese Gefühle, die sich seit Jahren in einem verstecken, machen einem zu dem Menschen, der man heute ist. Ich habe das Buch gelesen und mich vollkommen darin wieder erkannt. Ich weiß, welche Gefühle mein inneres Kind mit sich trägt. Ich weiß, warum es so verletzt ist. Und ich weiß, dass ich heute kein Kind mehr bin, und selbst diese Gefühle steuern und regeln kann. Aber ich weiß auch sehr gut, dass das nicht wirklich einfach ist. Dass man, auch wenn man genau weiß, dass diese Handlung oder das Verhalten von sich selbst einfach dumm ist, man einfach so handelt. Wenn ich wieder merke, dass ich nicht in meinem Interesse handle, sondern in dem der anderen, fühle ich mich schwach, ausgenutzt, wertlos. Auf der anderen Seite weiß ich aber, dass ich nur ausbrechen muss. Doch das Wort "NUR" trägt dabei sehr viel Gewicht. Wenn sich jemand über meine Fehler aufregt, mir sagt dass ich wieder falsch gehandelt habe, fühle ich mich klein, bedeutungslos und nicht erwünscht. Und doch weiß ich oft, dass ch gar keine Fehler gemacht habe. Sondern meine Handlungen Konsequenzen der Fehler anderer sind. Aber woher soll ich die Kraft nehmen, dies den anderen auch zu zeigen. Wenn ich dabei nur zertrampelt werde, meine Worte nichts wert sind. Wenn andere Menschen nicht weiter als an sich denken. So sturr sind und keine Sekunde daran denken, dass auch sie Verfehlungen haben. Dass Menschen nun mal nicht perfekt sind, nein, dass sie Fehler machen. Aber auch einige Fehler nur gemacht werden, weil die andere Person den ersten Fehler begangen hat...

 Ein sehr schweres Thema. Ein sehr schweres Herz.

29.3.16 19:20


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Gedanken

Manchmal hat man einfach zu viele Gedanken, die einem im Kopf herumschwirren. Sie sind wie kleine Bienchen, die leise vor sich hinsummen und keine Rast machen. Sie werden immer mehr, füllen dich aus und drücken gegen die Wand. Du bekommst Kopfschmerzen, es sind zu viele. Du weißt nicht mehr wohin mit ihnen, du kannst sie nicht mehr sortieren, sie mischen sich einfach und du kannst nichts dagegen tun. Du erreichst den Punkt, in dem du nur noch dasitzt, still und leise hörst du dem Summen zu, fühlst nichts, bist erstarrt und überwältigt von dieser Macht der Gedanken. Sie ziehen dich in eine tiefe Leere, in der du nichts mehr fühlst. Du bist innerlich leer. Doch dein Körper funktioniert. Weil er muss.

 

Ich habe mal gelesen, dass man seine Gedanken aufschreiben soll. Durch das Schreiben lässt man sie frei und kann sie besser verarbeiten. Man setzt sich mit ihnen auseinander. Danach soll man sich leichter fühlen.
Wenn ich zu viele Gedanken hatte, schrieb ich sie auf. Keiner hat sie je gelesen, ich teilte sie nur mit einer weißen Seite. Doch.. diese Seite ist nur da. Sie liest nicht, sie versteht nicht. Sie hält nur Buchstaben fest, aber sie kann deine Gedanken nicht fühlen. Da liegt das Problem.

10.3.16 20:43





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